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Auf der Weinstraße: 4 bemerkenswerte Kirchen rund um Colmar

Glockentürme im elsässischen Weinbaugebiet

Vier Dörfer, vier Kirchen, eine Geschichte

Im Colmarer Land genügt es manchmal, nach oben zu schauen, um einen Kirchturm zu entdecken, der über die Dächer des Dorfes hinausragt. In einer gepflasterten Straße oder inmitten der Weinberge erzählen die Kirchen eine andere Facette des elsässischen Weinbaugebiets: die des Steins, der Jahrhunderte alten Geschichte und der Architektur, die sich von Dorf zu Dorf ändert.

Diese Route zwischen Rouffach, Gueberschwihr, Niedermorschwihr und Hunawihr verläuft gemütlich entlang der Elsässischen Weinstraße. Vier Etappen, vier verschiedene Stimmungen und immer das Gefühl, einen Ort zu betreten, der seit Generationen Teil der Landschaft ist.

Rouffach

Eine Kirche, die die Stadt überragt

Der Tag beginnt in Rouffach, einer kleinen Weinstadt südlich von Colmar. Auf dem zentralen Platz können Sie die Kirche Notre-Dame de l’Assomption nicht übersehen. Ihr Glockenturm ragt über die Häuser hinaus und dient als Orientierungspunkt in den Weinbergen.

Wenn man näher kommt, enthüllt die Fassade aus gelbem Sandstein ihre Details: Skulpturen, gotische Bögen, Spuren älterer romanischer Architektur. Das Ganze hat für eine Stadt dieser Größe etwas Monumentales.

Im Inneren der Kirche herrscht eine ruhige und helle Atmosphäre. Die Gewölbe sind hoch, das Kirchenschiff scheint im Vergleich zum Außenbereich fast unverhältnismäßig groß zu sein. Gehen Sie einen Moment lang in Stille, damit Ihr Blick zu den Säulen und den Buntglasfenstern wandern kann.

Die Terrassen und malerischen Gassen im Zentrum von Rouffach verlängern den Spaziergang in einer lebendigen Atmosphäre.

Gueberschwihr

Die romanische Atmosphäre

Die Straße führt weiter durch die Weinberge bis nach Gueberschwihr. Hier wirkt das Dorf diskreter, fast versteckt zwischen den Hügeln. Auf einem kleinen Platz, der von alten Häusern gesäumt wird, erscheint die Kirche Saint-Pantaléon, eine der schönen romanischen Kirchen im Elsass. Der quadratische Glockenturm und die dicken Mauern vermitteln sofort einen Eindruck von Solidität.

Wenn Sie die Tür öffnen, ändert sich die Atmosphäre völlig. Das Licht ist weicher, die alten Steine absorbieren Geräusche und man spürt sofort den sehr alten Charakter des Gebäudes.

Im Kirchenschiff bleibt der Blick oft an dem geschnitzten romanischen Christus hängen, einem mittelalterlichen Kunstwerk, das natürlich die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Stille des Dorfes steht im Kontrast zur Weinstraße, die nur wenige Schritte entfernt ist.

Niedermorschwihr

Der faszinierende Glockenturm

Einige Kilometer weiter fällt ein Detail sofort ins Auge, wenn Sie in Niedermorschwihr ankommen. Über den Häusern erscheint ein Pfeil, der sich um sich selbst zu drehen scheint: der verdrehte Glockenturm der St. Gallus Kirche. Die lokale Legende besagt, dass der Teufel den Turm während des Baus verdreht hat. In Wirklichkeit waren es die Bewegungen des Holzes des Dachstuhls, die nach und nach diese verdrehte Form erzeugten.

Im Inneren der Kirche gibt es eine weitere Überraschung: ein reich verzierter barocker Altaraufsatz mit Vergoldungen und Schnitzereien. Ein unerwarteter Kontrast in diesem kleinen Weindorf, das von Weinbergen umgeben ist.

Hunawihr

Eine Kirche inmitten von Weinbergen

Für die letzte Etappe geht es nach Hunawihr! Von der Hauptstraße führt ein kleiner Weg hinauf zur Kirche Saint-Jacques-le-Majeur. Nach und nach verlässt man die Häuser und betritt den befestigten Friedhof, der das Gebäude umgibt.

Die dicken Mauern und die alten Verteidigungsöffnungen erinnern daran, dass die Kirche einst als Zufluchtsort für die Bewohner diente.

Wenn Sie oben angekommen sind, öffnet sich der Blick weit über die Weinberge des elsässischen Weinanbaugebiets und die Dächer des Dorfes. Der Ort ist oft friedlich: Einige Besucher gehen zwischen den Gräbern hindurch, der Wind streicht durch die Bäume und der Blick reicht weit über die Hügel.

Eine andere Art, die Weinstraße zu entdecken

Zwischen Kulturerbe, Architektur und Weinlandschaften bietet diese Route rund um Colmar eine andere Art, die Weinstraße zu durchqueren: Sie nehmen sich die Zeit, in die Dörfer zu gehen… und manchmal auch in ihre Kirchen.